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Der Spiegelgänger
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Hörproben
zur Performance

Die Verfolgung 

Die Siebenstern-Stufen
Erinnerungsfotos - Interfamiliäre Instrumente der Selbstüberwachung
Scheinbare Umschwänzelungen - Spiegelgänger und Ehefrau
Theorie 2 zum Phänomen der vorweihnachtlichen Aufklapp-Prozesse
Theorie 5 zum Phänomen der vorweihnachtlichen Aufklapp-Prozesse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Spiegelgänger
Eine Weihnachtsdissonanz in sieben Sternen

Leseperformance und Textinstallation mit Evelyn Blumenau und Walter Kreuz
Eine Produktion von „DAS SPRECH – Initiative für Hör-, Sprach- und Sprechkunst“

Wien im tektonischen Ausnahmezustand.
Hochgeklappte Weihnachtsstraßen.
Zahnradbetriebene Straßenbahnen.
Treppen statt Gehsteige.

Der Text zur gleichnamigen Performance ist der Dialog zwischen Konrad Degenhart Bärtelsbach („K.D.“) und einer Stimme. Diese Stimme fungiert als Kontrapunkt zu der scheinbaren Harmonie im Leben eines alternativ-aufgeklärten Protagonisten, der sich als kompetenter Anwender von Vernunft als Programm versteht. K.D. sieht sich nicht nur als rational denkender Konsument, sondern auch als aktiver Verteidiger von Prinzipien, Projektionen und Kreativität in klar abgesteckten Feldern. Selbstliebe und Eigenlob ersetzen Sinnliches, Fleischliches und Chaotisches. Letztere, der Selbstkontrolle unzugängliche Affekte, kommen erst wieder zum Vorschein, als ein vermeintlicher Spiegelgänger in Konrad Degenhart Bärtelsbachs Welt auftritt und alles, was lieb, teuer und schützenswert ist, an sich zu ziehen scheint.

Zur Performance erschien Ende November das Textbuch:


Walter Kreuz
Der Spiegelgänger

Eine Weihnachtsdissonanz in sieben Sternen
Textbuch zur gleichnamigen Performance

Wien 2009

DAS SPRECH
Initiative für Hör-, Sprach- und Sprechkunst

ISBN 978-3-200-01698-9

Info: office AT sprech.org

 

In diesem Text gehören bizarre Schräglagen zur vorweihnachtlichen Normalität. Es gilt, sie zu meistern. Konrad Degenhard Bärtelsbach wäre dabei ganz in seinem Element, gäbe es nicht einen vermeintlichen Doppelgänger, der an Konrads bedingungsloser Linientreue zur alternativ-vernünftigen Lebensweise kratzt. Prinzipien beginnen wie Disteln zu torkeln. Und eine Ahnung steigt auf: Will dieser Spiegelgänger Konrads Platz als Ehemann und Familienvater einnehmen?